Vielfalt findet Stadt – Inklusion
Shownotes
Folge: Vielfalt findet Stadt – Inklusion
In dieser Folge geht es um Barrieren im Alltag – und darum, wie sie Schritt für Schritt abgebaut werden können.
Wir sprechen mit Tanja Pasewald, Behindertenbeauftragte der Stadt Magdeburg, und Steffi Karbe von der Schwerbehindertenvertretung über ihre Arbeit, über Herausforderungen in der Praxis und darüber, warum Inklusion kein fertiger Zustand ist, sondern ein fortlaufender Prozess.
Darum geht es in der Folge
- Was Inklusion im Alltag einer Stadt bedeutet
- Welche Aufgaben die Behindertenbeauftragte übernimmt
- Welche Rolle die Schwerbehindertenvertretung spielt
- Warum Barrierefreiheit oft schon in der Planung beginnt
- Wie Baupläne geprüft und Barrieren frühzeitig erkannt werden
- Warum manche Hindernisse erst im Alltag wirklich sichtbar werden
- Was Toilettentüren, Kraftaufwand und Teilhabe miteinander zu tun haben
- Warum Inklusion Aufmerksamkeit, Zusammenarbeit und Ausdauer braucht
Jetzt reinhören und Magdeburg aus einer neuen Perspektive kennenlernen.
Rezept zur Folge: Nudeln mit Tomatensauce
Zutaten
- 1.400 ml passierte Tomaten oder etwa 3 kg frische Tomaten zum selbst Passieren
- 2–3 Knoblauchzehen
- ½ Zwiebel
- Frische Kräuter
- Salz
- Pfeffer
- Edelsüßpaprika
- Zucker
- Öl, zum Beispiel Rapsöl
- 1 TL Mehl
- 1 Packung Nudeln nach Wahl
Zubereitung
Knoblauch und Zwiebel in kleine Würfel schneiden und in einem Topf mit etwas Öl anschwitzen. Wenn Zwiebel und Knoblauch goldbraun sind, einen Teelöffel Mehl dazugeben und kurz verrühren, sodass eine leichte Mehlschwitze entsteht.
Anschließend die passierten Tomaten dazugeben und die Sauce mit Salz, Pfeffer, Edelsüßpaprika und etwas Zucker abschmecken. Die Kräuter klein hacken und zur Sauce geben.
Zum Schluss die Nudeln in Salzwasser kochen und gemeinsam mit der Tomatensauce servieren.
Rezept zur Folge: Senfeier
Zutaten für 4 Personen
Für die Senfsauce
- 50 g Butter
- 40 g Mehl
- 800 ml Gemüsebrühe
- 200 g Schmand
- 3–5 EL mittelscharfer Senf
- 1–2 EL frisch gepresster Zitronensaft
- 1 TL Zucker
- Salz
- Pfeffer
Außerdem
- 8 Eier
- Frische Petersilie zum Garnieren
- Dazu passen Salzkartoffeln
Zubereitung
- Die Eier 9–10 Minuten hart kochen, anschließend kalt abschrecken, pellen und warm halten.
- Die Butter in einem Topf schmelzen. Das Mehl einrühren und unter ständigem Rühren kurz anschwitzen, ohne dass es Farbe annimmt.
- Nach und nach die heiße Gemüsebrühe einrühren und dabei kräftig rühren, bis eine glatte Sauce entsteht. Anschließend etwa 5 Minuten leicht köcheln lassen.
- Den Schmand mit einigen Löffeln heißer Sauce verrühren und anschließend unter die Sauce rühren. Danach nur noch sanft erhitzen und nicht mehr aufkochen.
- Senf, Zucker und Zitronensaft einrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Sauce sollte schön cremig sein und kräftig nach Senf schmecken.
- Die Eier halbieren oder im Ganzen in die heiße Senfsauce legen und 2–3 Minuten ziehen lassen.
- Mit Salzkartoffeln anrichten und nach Belieben mit frisch gehackter Petersilie bestreuen.
Kontakt
Fragen, Feedback oder Themenwünsche? Schreibt uns an: podcast-lhmd@stadt.magdeburg.de
Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich willkommen zur neuen Podcast-Folge von mit Brief und Siegel der Podcast der Landeshauptstadt Magdeburg.
00:00:06: Und bei mir heute ist einer der Moderatoren, und zwar Reif!
00:00:09: Ich grüß dich.
00:00:10: Hallo Tim.
00:00:11: Wie geht's dir?
00:00:12: Sehr gut tatsächlich bin extrem aufgeregt weil ich von dem Thema was wir heute haben gar nicht so richtig für Ahnung habe.
00:00:17: Inklusion?
00:00:18: Korrekt
00:00:19: Es ist schon erstmal schwierig das Wort richtig auszusprechen aber es hat eine große Bedeutung für die Stadtverwaltung sowohl intern als auch extern Und aus diesem Grund haben wir uns, um dieses Thema mal ordentlich zu besprechen, zwei wunderbare Gäste eingeladen.
00:00:33: Ich bin sehr gespannt.
00:00:33: dann erstmal Intro ab!
00:01:06: Dafür müssen Orte und Angebote so gestaltet sein, dass sie für alle gut nutzbar sind.
00:01:10: Auch die Stadt hat dabei eine wichtige Aufgabe – Sie sorgt zum Beispiel für barrierefreire Gebäude, einfach Informationen- und passende Angebote.
00:01:18: So können mehr Menschen selbstständig am Leben in der Stadt teilnehmen.
00:01:22: Inklusion bedeutet auch, dass wir aufeinander achten und Rücksicht nehmen!
00:01:26: Es geht um Respekt und darum Unterschiede als normal zu sehen.
00:01:29: Jeder Mensch ist ein Teil der Gesellschaft und gehört dazu.
00:01:33: Es gibt aber auch Herausforderungen.
00:01:34: Nicht alles ist sofort für alle zugänglich und manches muss noch verbessert werden.
00:01:38: Deshalb ist Inklusion ein Prozess, an dem die Stadt und den Menschen gemeinsam
00:01:42: arbeiten.".
00:01:43: So dann kommen wir zu unseren Gästen und wie wir das in jeder Folge machen stellen sich unsere Gäste selbstständig vor und ich habe zwei wunderbare Damen da.
00:01:51: und wer möchte?
00:01:53: Dann fange ich an.
00:01:55: Mein Name ist Tanja Paseweit.
00:01:57: Ich bin die Behindertenauftragte hier in der Landeshauptstadt seit sechs Jahren macht die Aufgabe sehr gerne.
00:02:04: und ja, weil ich selbst Betroffene bin.
00:02:07: Und
00:02:08: ja,
00:02:09: erziehe mal später weiter was.
00:02:12: Mein Name ist Steffi Karbe Vertrauensperson der Schwerbehinderten.
00:02:15: Ich bekleide ein Wahlamt.
00:02:16: Das heißt in einer schwerbehinderten Vertretung wird man gewählt von den Beschäftigten der Landeshauptstadt.
00:02:23: Ich mache das sehr gerne, weil das so ein bisschen zu meinen Wurzeln zurückkehrt.
00:02:27: Ich komme aus dem Krankenhaus und war eine Krankenschwester habe das mit Liebe und Leidenschaft gemacht Und deshalb ist mir das jetzt auch sehr wichtig den Beschäftigten zu helfen.
00:02:37: Vielleicht ganz spannend, Frau Kaber hat jetzt gesagt sie ist eine gewählt worden von den Mitarbeitern.
00:02:43: Frau Pasewald wie wird man in der Auftragte?
00:02:47: Das ist dann klassische Bewerbung oder...
00:02:49: Nee ich wurde vom Stadtrat bestellt.
00:02:52: Vom Stadtrat Bestellt?
00:02:53: Ja.
00:02:54: Alles klar!
00:02:54: Das heißt es gab dann sozusagen Entscheidungsvorlage, Drucksache nennt man das wahrscheinlich dann.
00:03:01: Also man musste sich auf die Stelle bewerben, aber dann wurde mal vom Stadtrat bestellt.
00:03:06: Das ist gut zu wissen!
00:03:07: Wir haben als nächstes noch eine Kategorie vorbereitet, eine Rubrik für alle Gäste damit wir ein bisschen besser die Gästchen kennenlernen und deswegen beginnen jetzt auch mit den fünf Fragen.
00:03:19: Kaffee oder Tee?
00:03:21: Tee.
00:03:24: Sehr schön.
00:03:25: Das heißt, wir haben einmal Kaffe und einmal Tee gehört...
00:03:27: Mit Milch oder ohne?
00:03:29: Ohne Milch
00:03:30: Mit Milch.
00:03:32: Schwarztee oder Früchte-Tee?
00:03:34: Früichte Tee.
00:03:35: Cool!
00:03:36: Inklusion, oder exklusiver Zugang?
00:03:40: Inklusion.
00:03:41: Ja
00:03:41: immer inklusion.
00:03:43: Bestehende Gebäude anpassen und neu bauen?
00:03:47: Beides.
00:03:48: Man kann ja die alten Gebäuden nicht wegreißen.
00:03:51: Deswegen muss man sich so gut wie möglich barrierefrei gestalten weil Barriere Freiheit nützt ja nicht nur den Menschen die eine Beeinträchtigung haben sondern uns allen.
00:04:01: Wenn man die Einkaufslehnen sieht, sind alle barrierefrei da.
00:04:04: Es ist selbstverständlich, barrierenfrei zu bauen.
00:04:07: bei anderen Gebäuden wird das ganz oft vergessen.
00:04:12: Also diesen Wunschdenken kann ich teilen aber dann müssten wir auch noch ein bisschen politisch daran arbeiten dass die Gesetze im Baurecht so angepasst werden, dass eben Bestandsgebäude aus diesem barrierem Bau nicht so rausgenommen wären.
00:04:29: Automatisierte Prozesse oder persönliche Beratung?
00:04:33: Persönliche
00:04:34: Berate.
00:04:36: Obwohl, nein ich möchte noch was dazu äußern.
00:04:38: Gerne doch!
00:04:39: Es gibt auch schöne digitale Dinge die ich jetzt unter automatisieren verstehen würde ja die man noch zusätzlich da zu nutzen kann.
00:04:49: zu dieser persönlichen Beratungen also eigentlich würde ich jetzt mich korrigieren wollen und sagen ein Mischmarsch aus allem
00:04:57: Das Beste aus beiden Welten sozusagen.
00:04:58: Genau
00:04:59: Sehr schön.
00:05:01: Dann kommen wir auch schon zur letzten Frage und zwar Lisa's Frage.
00:05:04: Was würden Sie machen, wenn sie für jeden Job das gleiche Geld bekommen würden?
00:05:10: Also egal was man macht.
00:05:12: also da kann ich jetzt aus meiner Position heraus sagen Ich habe mich irgendwann in der Stadtverwaltung beworben Habe dann auch eine Stelle im Sozialamt begleitet wurde dann ja gewählt bin Jetzt freigestellt.
00:05:25: Meine Arbeit ist unabhängig von meiner In-Geldgruppe von meinem Geld was ich bekomme mache meine Arbeit So wie ich das für richtig halte, immer für den Menschen versuche, das Beste rauszuholen.
00:05:38: Für die Entgeltgruppe, die ich auch für eine kleine Sachbearbeiterstelle kriegen würde, sage ich mal.
00:05:43: Also meins ist entgelt unabhängig.
00:05:46: Aber wenn Sie jetzt zum Beispiel die Chance hätten zu sagen Ich werde Küchen!
00:05:50: Ich mache irgendwie ein kleines Kaffee auf... wäre da was?
00:05:56: Wo Sie sagen würden, das würde ich jetzt machen oder ist es genau das was Sie immer machen wollen?
00:06:00: Also sind Sie...
00:06:01: Ich könnte mir das nicht vorstellen.
00:06:02: Ich bin ja so ein bisschen reingerutscht in diese Wahlposition und mittlerweile sage ich Das ist der erste Job den ich mache wo ich wirklich jeden Morgen mit Energie, mit Innovation zur Arbeit gehe.
00:06:18: Wie sieht's bei Ihnen aus?
00:06:19: Bei mir ist es ähnlich oder ganz genauso.
00:06:24: Also, ich hol mal bei mir ein bisschen weiter aus und zwar habe ja selber eine Beeinträchtigung.
00:06:30: Und durch das Engagement meiner Eltern wurde es mir eben ermöglicht an einer normalen Regelschule meine Abitur zu machen und den normalen Arbeitsweg einzugehen.
00:06:42: Dadurch konnte ich von Beginn an auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eine Beschäftigung aufnehmen und habe bei der Bundesagentur für Arbeit gelernt, um ursprünglich eigentlich Rehaberater werden zu wollen.
00:06:54: Um ihm Menschen mit Beeinträchtigung die nicht so einen familiären starken Hintergrund hat wie ich zu unterstützen.
00:07:02: Dann nach neun Jahren Bundesagendur vor Arbeit wurde es mir ein bisschen langweilig und dann hab' ich mich zum Teilhabe-Management beworben in Landkreis Börde.
00:07:14: Teilhaber-Menschmet haben wir ja auch im Magdeburg.
00:07:17: Und ja, die Teilbemännchen unterstützen ja den Behindertenbeauftragten in den Städten oder Landkreisen.
00:07:26: Ja und dann wurde die Stelle hier als behinderten Beauftragter ausgeschrieben.
00:07:31: und dann habe ich gedacht jetzt versuchst es das ist immer das was du machen wolltest was verändern Menschen die ihm nicht so eine Unterstützung wie ich zu unterstützen und langfristig auch politisch etwas zu verändern?
00:07:45: Ja und deswegen ist das mein Traumjob.
00:07:47: Und ja, ich mache das sehr gerne kann auf freie Arbeiten frei entscheiden was das Thema angeht auch weisungs ungebunden.
00:07:58: also von daher ja und Ich denke man hat auch wenn es noch kleinere sind schon viel geschafft vor allem in den Köpfen
00:08:07: Sehr schön Sie haben das jetzt schon so wunderbar gesagt Menschen helfen die im Endeffekt Diese Hilfe auch benötigen.
00:08:16: Jetzt kommen wir mal zurück zu diesem Begriff Inklusion, was ist denn eigentlich Inklusion?
00:08:20: Dass man das nochmal für unsere Zuhörer erklärt und Ist inklusion irgendwie nicht immer unterschiedlich?
00:08:27: oder es ist ja ein Wort Inklusion aber ist es nicht von Mensch zu Mensch dann auch unterschiedlich?
00:08:34: Also ich finde Inklusion beginnt immer bei einem selbst.
00:08:40: Weil Inklusion bedeutet ja, wie Sie eben schon vorher gesagt haben.
00:08:45: Dass jeder dazugehört egal wer aussieht was er für eine Sprache spricht oder ob er einer Behinderung hat oder nicht.
00:08:54: und aber Inklusion ist ihm wirklich da dass man bei sich guckt Nämlich meine Umwelt war, nämlich meine Mitmenschen-Wahrheit.
00:09:01: Ich halte vielleicht jemand mal die Tür auf weil ich sehe hinter mir kommt jemand der ein Rollato hat oder einen Rollstuhl hat und kriegt die schwere Tür nicht auf wegen den Türschließern oder so.
00:09:12: Oder ein Bus oder einen Straßenbahnfahrer, der dann eine Haltestelle sieht.
00:09:15: Oder ist eine Person die Unterstützung braucht beim Einsteigen?
00:09:21: Und dann einfach dem Bus anders an die Halteställe fährt oder aussteigt mithilft oder so.
00:09:27: Da fängt ja schon Inklusion an.
00:09:29: Das sind ja schon die Kleinigkeiten, dass man einfach darauf achtet, dass sie mit Menschen vielleicht ein bisschen Hilfe brauchen?
00:09:38: Das ist Inklusion im Kleinen
00:09:41: und ich kann jetzt nur von Inklusion in der Arbeitswelt sprechen.
00:09:44: also wir als Arbeitgeber der Landeshauptstadt Magdeburg versuchen natürlich alle Menschen mit Beeinträchtigungen in die Arbeitswelt zu holen das sie selbstständig teilhaben können.
00:09:56: Nicht ganz so einfach immer.
00:09:58: Weil dazu gehört natürlich auch ein Verständnis der Kollegen, der Führungskräfte, dass man eben vielleicht auch andere Wege gehen muss in die Arbeitsorganisation oder auch in der Arbeitsplatzausstattung.
00:10:14: und uns gelingt das aber recht gut alle zu sensibilisieren.
00:10:19: und bisher haben wir vieles umsetzen können.
00:10:22: Einiges ist natürlich nicht möglich, da kommen wir vielleicht noch drauf weil wir im Bestandsgebäude haben als Verwaltungsgebäuden die ja jetzt auch als Arbeitsstätten dann genutzt werden.
00:10:31: aber insgesamt sind wir auf einem guten Weg sage ich extra weil es immer das ist das Leben Menschen gibt die denken dass Menschen mit Beeinträchtigungen die im Prinzip nachtheitsausgleich kriegen um normal so wie du und Ich teilhaben zu können bevorzugt werden.
00:10:52: Und das aus den Köpfen der anderen Mitarbeitenden oder auch der Führungskräfte zu bekommen, es ist natürlich schwierig wenn ein Führungskraft seinem Team beibringen muss.
00:11:04: Das ist jetzt keine Bevorzugung sondern wir machen das damit er normal wie du und ich teilhaben kann dass es schwierig in die Köpfe der anderen Menschen mit reinzukriegen.
00:11:14: Ich würde das Thema ganz gerne nochmal aufgreifen weil sie gerade gesagt haben Mitarbeiter Wie ist denn das?
00:11:21: Wie einfach kommt man denn als ein Bürger, der eine Beeinträchtigung hat?
00:11:28: Wie kann die Mitarbeiter in einer Stadtverwaltung werden.
00:11:30: Ich weiß natürlich, Frau Krabbe wir kennen uns sehr gut aus Vorstellungsgesprächen, die wir gemeinsam geführt haben wo Bewerber auch dabei waren, die entsprechende Beeintrechtigungen haben und in dem Moment wären sie auch zwingend mit eingeladen um bei den Vorstellingsgesprächen mit dabei zu sein.
00:11:48: Ist das noch eine Barriere für die Leute da draußen, sich zu bewerben?
00:11:52: Und ist das Mindset der Leute, die hier sind immer noch nicht so wie es sein sollte?
00:11:57: dazu zum Thema.
00:11:59: Also dadurch dass die Leute oder die Menschen mit einer Beeinträchtigung sich normal bewärmen müssen auf ein normales Verfahren hatten wir eigentlich den großen Wunsch, dass ich das alles verbessert.
00:12:12: deswegen machen auch Öffentlichkeitsarbeit in vielen Bereichen.
00:12:16: aber Wir haben jetzt auch in der Auswertung feststellen müssen, dass es für uns persönlich zu wenig Bewerber mit einer Beeinträchtigung gibt.
00:12:27: Woran es liegt können wir bis jetzt noch nicht auswerten.
00:12:30: da wollen wir nächstes Jahr ein Projekt mit der Fachhochschule starten.
00:12:34: warum?
00:12:35: ob wir nicht attraktiv genug sind als Arbeitgeber ob die Leute einfach auch Ängste haben das sie nicht so wahrgenommen werden.
00:12:43: und natürlich brauchen wir uns nicht schön reden haben viele Menschen Schwierigkeiten mit Menschen, die eben anders arbeiten müssen.
00:12:56: In einer Organisation in der Arbeitsplatzausstattung haben Ängste dass sie will.
00:13:01: also die größten Ängse sind immer das die Leute das nicht ansprechen.
00:13:05: ja Also wenn ich jetzt jemand habe wo die Behinderungen offensichtlich ist Ja warum soll ich den jetzt nicht sprechen?
00:13:13: Wo liegen denn jetzt deine Sprechen?
00:13:16: Wo liegen dann deine Deine Einschränkungen wirklich.
00:13:22: Was ist denn ganz schwierig im Alltag für dich?
00:13:24: Könnt man dich unterstützen oder irgendwas, das fehlt in unserer Stadtvorweitung leider noch ein bisschen aber wir arbeiten dran.
00:13:31: es ist auch vieles schon besser geworden.
00:13:33: viele Teams sind auch schon sehr zugänglich und haben Leute aufgenommen.
00:13:39: Frau Prasebeid Sie haben ja gerade gesagt bei Ihnen war das ein Prozess der auch unterstützt durch ihre Eltern relativ gut Geschwindigkeit aufgenommen hat und sie haben dann auch ihren Weg gut gefunden.
00:13:54: Aber ist es auch trotzdem für die Menschen, die eine Einschränkung haben, eine Hürde sich dann bei der Verwaltung zu bewerben?
00:14:05: Gibt's dort Ängste oder gibt es dort Sachen?
00:14:08: Oder gibt es vielleicht einfach andere bessere Arbeitgeber, die das mehr verstanden haben als eine Verwaltung?
00:14:15: Also ich denke eigentlich, die Verwaltung wäre ein gutes Vorbild für Inklusion.
00:14:25: Jeder könnte hier auch nur eine körperliche Beeinträchtigung im Büro arbeiten.
00:14:30: Es ist ja anders wie wenn du auf der Baustelle bist.
00:14:33: Da kann nicht jeder Arbeiten in einer körperlichen Beeintrechtigung oder aber im Bürow mit technischen Hilfsmitteln oder anderen Hilfsmitteln – das wäre kein Problem!
00:14:43: Ich denke, warum so wenige Bewerbungen oder auch die Menschen sich nicht trauen hierher zu bewerben ist.
00:14:53: Also ich kenne es aus meiner eigenen Erfahrung, soweit du eine Beeinträchtigung hast, körperlich... also ich kann jetzt nur von einer körperlichen Beeintrechtigung von mir reden, denn wird das immer gleich so abgestempelt, ah!
00:15:03: Die hat eine körperliche Beeintrichtung und die halt auch eine geistige Beeinträchtigung.
00:15:09: Ich wollte in meinem Leben schon ganz oft angesprochen was?
00:15:11: Sie haben Abitur Und ich denke, man unterschätzt die Menschen mit Beeinträchtigung.
00:15:19: Er wird dann immer gleich gesagt, der kann das sowieso nicht.
00:15:22: und es wird so bei den Menschen, die eine Beeintrechnung hat, immer gefragt was kannst du denn nicht?
00:15:29: Welche Nachteile hast Du?
00:15:31: Bei anderen Menschen wird gefragt, was kannst Du gut?
00:15:34: Aber bei dem Menschen mit beeinträgtigungen wird als erstes erstmal gefragt, Was kannst Du nicht?
00:15:38: Es ist immer dieses negative Wieselfragen wenn ich bei allen Menschen... Was könnt ihr gut?
00:15:44: Und ich glaube, da sind dann auch die Ängste.
00:15:47: Traue ich mir das zu jetzt zum Beispiel bei uns in der Stadtverwaltung eine Bewerbung loszuschicken.
00:15:54: Das war bei mir zuhause auch als die Bewerbung für den Beauftragten ausgeschrieben war habe ich auch am vielen Umkreis sagt schaffst du sowieso nicht brauchst gar nicht erst bewerben oder sage ich ne Du versuchst das jetzt und wenn es klappt dann ist gut Und wenn nicht, dann hast du es wenigstens versucht und kannst den nicht vorwerfen.
00:16:13: Du hast das nicht versucht!
00:16:14: Ich glaube dass viele Menschen mit Beeinträchtigung eben gesagt wird, du kannst sowieso nicht und trauen sich einfach trotzdem zu wagen.
00:16:24: Das andere Problem ist, dass die Inklusion in den Schulen noch nicht so weit ist hier in Deutschland.
00:16:33: Dass viele Kinder mit beeinträgtigungen auf eine Förderschule beschult werden Und offiziell bekommt man auf einer Förderschule keinen Schulabschluss.
00:16:46: Deswegen ist die Schulabbrecherquote in Sachsen-Anhälz hoch, weil die Kinder, die an eine Förderschuhe gehen haben keine offiziellen Schulab schluss und somit natürlich für Arbeitgeber auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht attraktiv genug.
00:17:00: Also soweit sie in der Bewerbung sehen, sie kommen von einer Förderschule wird die Bewerbung ganz oft zur Seite gelegt hier in der Stadtverwaltung.
00:17:09: Ich weiß, Frau Körber und ich haben uns das schon öfters drüber unterhalten.
00:17:12: Versuchen wir ja auch die Jugendlichen zu motivieren sich hierzu bewerben?
00:17:19: Und Ja, genau
00:17:22: da könnte ich kurz einsteigen dass was Frau Pase weit anspricht Wir gehen immer einmal im Jahr in die KB Schule also Körperbehindertenschule am Sternensee machen dann Bewerbertraining weil wir das allererste Mal als wir damals zum Elternamt waren unsere Ausbildungsberufe vorgestellt haben festgestellt haben, dass das sonnengeschützte Raum ist für diese Kinder.
00:17:43: Das ist Sonneblase muss ich jetzt mal so deutlich sagen weil das liegt mir so am Herzen wo die so geschützt sind, dass wenn sie dann aus dieser Blase raus treten sollten.
00:17:53: wir hatten auch einen jungen Mann zum Bewerbungsgespräch.
00:17:56: Es hat mich so mitgenommen bei der war so schockiert über das wirkliche Leben sag' ich mal Darum gehen wir einmal im Jahr hin, machen Bewerbertraining mit den neunten Klassen.
00:18:06: Gehen einmal zum Elternamt, wo die Inklusionsbeauftragte mitkommt.
00:18:11: Wo wir den Eltern auch die Ängste nehmen wenn ihr Kind bei uns eine Ausbildung macht wird darauf geschaut.
00:18:16: es wird extra auch geguckt dass die Arbeitsplätze dementsprechend aber selbst da haben wir jetzt zwei gewinnen können in den letzten Jahren aber eben für uns immer noch nicht ausreichen.
00:18:30: Wir hatten das ja auch, wir hatten zwei Schüler bei uns zum Praktikum die Beeinträchtigungen hatten.
00:18:36: Das war für uns auch... Also erst mal war es ein wichtiges Thema weil wir schon das Gefühl haben dass nicht jeder bereit ist solche jungen Menschen überhaupt einen Praktikum zu geben.
00:18:53: aber es war auch eine Übung für uns.
00:18:55: also ich glaube man muss sich ja auch mit solchen Situationen Also es ist ja auch für uns Neuland gewesen, ein Praktikant das kennt man.
00:19:04: Ein Praktikan mit Beeinträchtigung in dem Fall war's einmal ein Rollstuhl ne?
00:19:10: Das... das ist auch.
00:19:12: wir müssen ja mit Sachen wachsen.
00:19:14: also ich bin da jemand der sagt jeder Tag stelle dich vor einer Herausforderung du musst dich weiterentwickeln und auch die Gespräche die wir geführt haben vor diesem Praktikum mit den Eltern.
00:19:26: also wir haben ganz bewusst den Schüler mit einem Äddernteil gehabt und vielleicht kannst du sagen, wie es abgelaufen ist?
00:19:36: Genau.
00:19:36: Also ich möchte dazu versagen dass wir die im Gespräch schon abkohlt haben.
00:19:41: das heißt wir haben gesagt was sind die Aufgaben, was sind Die Erwartungen?
00:19:44: also werden auch gleich gesagt okay wir haben jetzt keine großen Erwartung.
00:19:46: nicht dass sie einen gewissen Leistungsdruck zum Praktikum gekommen sind, dass sie gedacht haben ok Sie müssen jetzt hier sechs, sieben acht Stunden am Tag arbeiten.
00:19:55: Wir haben tatsächlich gesagt, anhand der Stärken und Schwächen versuchen wir Aufgaben zu finden.
00:20:01: Und haben die auch gefunden?
00:20:03: Ich glaube beide oder alle drei haben uns das Feedback gegeben, dass sie extrem viel Spaß hatten.
00:20:10: Der eine ist zum Beispiel zum Boys and Girls Day noch mal zum Praktikum einen Tag zu uns gekommen... ...oder als er im anderen Bereich eingesetzt war, ist er dann zum Mittagessen immer zu uns hochgekommen weil er so viel Spaß hatte.
00:20:21: Oder der Bruder ist dann zum Praxikum zu uns nochmal gekommen.
00:20:24: Das heißt, ich glaube das Wichtigste ist dass man auf beiden Seiten also sowohl bei den Kolleginnen und Kollegen Mitarbeitern als auch bei den Führungskräften und auch auf der anderen Seite natürlich sagt.
00:20:35: Man gibt sich mal die Chance den Eindruck zu gewinnen und dann zu sagen es ist gar kein Problem sondern klar man muss sich einstellen drauf zum Beispiel auch einen Ausbilder scheinen.
00:20:46: So was wird man nicht vorbereitet?
00:20:47: ganz einfach.
00:20:48: aber die Dankbarkeit die dann von einer anderen Seite kommt ist so groß dass ich immer wieder sagen würde, wir machen das weiter.
00:20:54: Wir ziehen es so durch und wenn wir dann nur einen oder zwei von denen die Möglichkeit geben bei uns eine Ausbildung zu machen, eine Studium zu machen Dann haben alle Seiten gewonnen Und ich glaube dafür sollte man auf jeden Fall werben.
00:21:06: Am Ende war der Unterschied zu jungen Leuten ohne Beeinträchtigung gar nicht da.
00:21:12: Das klassische, also die wollen auch gerne datteln.
00:21:16: Und umzocken oder so und das ist natürlich ganz klar diese jungen Menschen haben noch gar nicht den Fokus.
00:21:21: Den müssen sie erst entwickeln aber dann unterscheidet sich das nahezu nicht.
00:21:27: Ich fand es einfach wichtig.
00:21:28: ich glaube auch was ich ganz beeindruckend fand war wie die Eltern nach dem Gespräch einfach ein gutes Gefühl hatten.
00:21:36: Nachdem wir wirklich uns mit den Zeit genommen haben und das besprochen haben und sie das Gefühl hatten hier hört jemand zu und gibt eine Chance.
00:21:45: Und ich glaube, das ist immer ganz wichtig.
00:21:47: Ich will nochmal zum letzten Punkt bei Inklusion kommen.
00:21:50: Inklusion heißt ja nicht dass sich das von Anfang an haben muss.
00:21:53: also es kann mich ja jederzeit erwischen... ...und auf einmal bin ich auch im Thema Inklusion körperlich.
00:22:00: Unfall geht ganz schnell aber auch psychisch.
00:22:05: Ich meine ich kann ja auch von meinem Job durchaus Depressionen kriegen und das ist dann ein Thema Wo Inklusion nachher eine Rolle spielt, ne?
00:22:14: Definitiv.
00:22:15: Also das wird unterschätzt, dass Inklusion jeden betrifft und jeden treffen kann.
00:22:22: Ich brauche auch nur über die Straße gehen und dann ist mein Leben ganz anders.
00:22:26: oder ... Die Corona-Zeit hat es auch gezeigt so viel züglich kranker Menschen, die jetzt dadurch unter anderem dadurch mehr entstanden sind.
00:22:35: Und ja diese Züricherkrankungen nicht sichtbaren Beeinträchtigungen, wofür die Gesellschaft noch weniger Verständnis hat.
00:22:45: Die sagen ja dann sowas ach stelle ich nicht so an stehe auf ist doch alles nicht so schlimm.
00:22:50: aber jemand der Depression hat man kann sich halt nicht reinversetzen wenn man keine Depressionen hat und für die Nichtsichtbaren beeinträchterung ist das ja noch schlimmer.
00:23:02: wahrnehmbar also Für die Menschen dass sie eben akzeptiert werden mit ihren Beeinträchtigung um teilzuhaben.
00:23:14: Genau, bei der Teilhabe ist natürlich noch wichtig wenn jetzt gesagt am Arbeitsplatz die Teilhube.
00:23:22: aber grundsätzlich ist natürlich auch die Frage wie kommen wir denn überhaupt in die Gebäude?
00:23:25: Wie kommen wir in öffentliche Gebäuden?
00:23:29: Wie engagiert sich die Stadt da nach außen und nach innen.
00:23:32: weil möchte ich nochmal ganz klar sagen wir haben sehr nicht ohne Grund eingeladen Wir wollen ein bisschen beleuchten.
00:23:37: okay was macht die Stadt für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Stadt Aber auch für die Bürgerinnen und Bürger.
00:23:44: Und wie sieht das da im Bereich Gebäude Zugänglichkeit von Räumen, von öffentlichen Gebäuden aus?
00:23:52: Ich würde mal intern anfangen.
00:23:55: Unsere Verwaltungsgebäude sind ja auch Arbeitsstätten.
00:23:57: unsere Verwaltung Gebäudes sind zum großen Teil Bestandsgebäune.
00:24:00: Das heißt, dass hatte ich vorhin schon kurz angesprochen baurechtlich sehr schwer barrierefrei zu gestalten weil das Baurecht eben nichts her gibt, dass es wirklich ein Muss gibt um das barrieren frei zu machen.
00:24:11: Das heißt, wir aber als Schwerbehindertenvertretung können dann immer ansetzen.
00:24:15: Wenn wir einen Mitarbeiter haben mit einer Beeinträchtigung, dürfen wir die Arbeitsstätte so anpassen – mit dem Integrationsamt zusammen und anderen Fördermittelgebern – dass derjenige eben normal teilhaben kann.
00:24:31: Deshalb mein größter Wunsch mal jemand auch wirklich mit seiner körperlichen Beeintrechtigung als Auszubildenden bei einem Auszubillener muss die Möglichkeit haben in allen Bereichen auch mal reinschnuppern zu dürfen.
00:24:46: Und erst dann können wir intern ansetzen, die Arbeitsstädte anzupassen und extern.
00:24:53: Da kann Frau Pasewald bestimmt was zu sagen.
00:24:55: also es ist sehr schwierig.
00:24:56: unsere Bestandsgebäude können wir als Schwerbehindertenvertretung nur mit jemanden anpassen wenn jemand wirklich vor Ort ist.
00:25:05: Gibt's da mittlerweile nicht irgendwie?
00:25:10: Es gibt ja so Als Exkursgelette heißen sie, glaube ich.
00:25:13: Wo man, sag' ich mal, leichtere Sachen tragen kann.
00:25:15: Kann man das nicht umdrehen und auch mal Menschen in einer Situation mit so einem Gelette oder mit so ein Anzug geben?
00:25:21: Um dass die auch mal merken wie es ist...
00:25:24: Da treten Sie auf eine Tür an wenn mir ein!
00:25:27: Wir hatten einmal zum Gesundheitstag was sich nicht als passend empfunden habe aber ich wollte einfach mal den Fuß in der Tür haben.
00:25:34: Die Bildungsfachkräfte der Fachhochschule mit eingeladen Damit die Leute auch mal sehen, wie ist es wenn ich in Breelschrift schreibe?
00:25:42: Wie ist es, wenn ich mit dem Rollstuhl über den Rasen fahren muss.
00:25:46: Und mein großes Ziel ist es vielleicht noch bis ich ein paar Jahre habe.
00:25:50: Ich hab bestimmt jetzt noch ganz viele Jahre, wenn die Bundesregierung das Rentenrecht ändert also einen Inklusionstag.
00:25:59: Wir haben einen Gesundheitstag für die Mitarbeitenden.
00:26:01: aber mein großes Ziel wäre es einen Inklusionstag zu gestalten wo man solche Dinge nämlich so ein Altersanzug Wie fühlt man sich, wenn und mit umsetzen kann?
00:26:11: Aber da kommen wir bestimmt noch drauf.
00:26:14: Das liegt auch ein bisschen an unserer haushalttheorischen Lage.
00:26:17: Ich spreche mal gleich nochmal drüber.
00:26:19: Aber wie sehen Sie das?
00:26:22: Äh, eh nicht.
00:26:22: also ähm... Da habe ich den Faden irgendwie so ein bisschen verloren.
00:26:29: Es ging um Gebäude.
00:26:32: Also wie gesagt, Frau Kappe macht ja die Verwaltungsgebäude und ich bekomme als Behindertenauftragte alle Bauprojekte auf den Tisch außer die Einfamilienhäuser und muss sie auch barrierefreiheit prüfen.
00:26:48: Und das geht also von der Bauakte an dass man die Baupläne prüft ob Richtlinien, die jetzt noch ein bisschen doch in unserer Bauordnung des Landes Fangart sind zur Barrierefreiheit auch umgesetzt werden.
00:27:03: Und es ist immer sehr spannend weil man dann auch große Diskussionen mit Architekten führt.
00:27:09: Weil die Architekten haben immer noch nicht so einen Gespür für diese barrierefreies Bauen, weil sie das auch nicht im Studium haben.
00:27:18: nur Architekten, die sich dann privats ein bisschen dafür interessieren achten da auch mehr drauf, aber es gibt so viele Architekten wo man dann noch wirklich über alles diskutieren muss.
00:27:29: und wie gesagt ich prüfe die Baupläne.
00:27:31: Ich schreibe dann eine Stellungnahme die der Bau den Bauantrag also der Baugenehmigung mit integriert wird und dann rufen dann die Architekten an und diskutieren.
00:27:43: Muss sich das umsetzen?
00:27:45: Das war doch sonst aber nie so und warum und sowas halt?
00:27:52: Wenn es jetzt um Bauprojekte geht, die sich da umsetzen wie Grundschulbauen oder Hyperschale bin ich dann auch zu Baubegehungen auf der Baustelle mit dabei und dann wird schon in der Bauphase geguckt.
00:28:08: Wird alles ordnungsgemäß umgesetzt?
00:28:11: Oder habe ich noch was zu kritisieren?
00:28:15: das Bauamt ist da sehr dankbar immer über meinen Feedback und wie wir zum Beispiel so eine Grundschule begehen.
00:28:22: Und ich bin immer so ein... Ich achte immer auf Türen, um wie schwer die sind weil sie sind extrem schwer mit den Türschließern.
00:28:29: und ich sage immer wenn es möglich ist was dem Brandschutz betrifft solche Türschließe einzubauen die eben leichtgängig aufzumachen sind das darauf geachtet wird Öffne ich da die Tür und dann sage ich, nee, die ist zu schwer.
00:28:43: Und dann sagen sie immer, wenn Frau Pasewald mit ihrem Räuchter nicht durchkommt, dann kommt auch ein kleines Grundstückkind da nicht durch.
00:28:50: Also muss die Tür dann noch angepasst werden?
00:28:52: Und so was alles.
00:28:53: Genau.
00:28:54: Kurze Verständnis!
00:28:55: Das heißt aber nicht, wenn man jetzt privat einen Mehrfamilienhaus baut – das ist nicht ihr Thema.
00:29:01: Das kriegen Sie nicht.
00:29:02: Sondern wenn die Stadt sozusagen….
00:29:04: Ich mache mal zum Beispiel das neue Gymnasium Das wird die Brandgymnasium, was ja gerade gebaut wurde.
00:29:10: Das haben Sie auf alle Fälle mitbekommen.
00:29:13: zur Prüfung?
00:29:13: Ja, mit begleitet genau.
00:29:17: Ich kriege alle Gebäude auf dem Tisch wo mehr als zwei Wohnungen drauf sind.
00:29:23: Weil ab mehr als Zwei-Wohnungen ist der Bauherr verpflichtet mindestens eine Wohnung barrierefrei zu bauen.
00:29:30: und soweit der Bau her egal ob es ein Privatpersonen oder öffentlich ein Haus mit mehr als zwei Wohnungen baut, kriege ich das auf den Tisch.
00:29:39: Ich hätte jetzt noch eine Frage für mich als Interesse.
00:29:45: Du machst ja die Stellungnahmen für diese ganzen öffentlichen Gebäude.
00:29:51: Gibt es Baurechtes dann her?
00:29:53: Dass sich der Bauherr auch daran hält oder ist es oft so dass nicht an deine Stellungnahme gehalten wird?
00:30:03: Nee, der muss sich dran halten.
00:30:05: Da habe ich auch einen guten Rückenbind von dem Bauamt.
00:30:08: die Kollegen sagen dann ja der Bauherr wie wir diskutieren und stellt noch ein Antrag auf Abweichung.
00:30:15: Aber wie ziehen das durch?
00:30:16: Weil es steht im Baugesetz drinnen.
00:30:18: Wir machen das und wer das nicht macht da muss er nur Strafe sein.
00:30:21: also das ist eben ein gutes Zusammenarbeit zwischen den Bauamten der Mitarbeitern da und
00:30:27: super interessant.
00:30:28: Das hatte ich überhaupt gar nicht auf den Schirm dass das Teil der Arbeitsplatzbeschreibung sozusagen Wie sieht denn der Alltag sonst noch, also welche Aufgaben liegen denn sonst noch bei Ihnen?
00:30:38: Also das mit dem Baugebäuden ist nur ein Teil.
00:30:42: Natürlich werde ich an anderen Bauprojekten wie Haltestellen auch beteiligt.
00:30:48: Da gibt es ja den Magdeburger Standard und bin da auch sehr oft im Austausch mit der MVB.
00:30:55: Auch als die neuen Straßenbahnen bevor die Bau gekauft wurden wurde ich mit einmal zogen.
00:31:02: Die große Herausforderung ist halt, dass jede Beeinträchtigung andere Bedürfnisse hat und alle auf einen Hut zu bekommen oder es schwierig.
00:31:12: Deswegen muss man Kompromisse machen.
00:31:14: Und am Ende gibt's immer leider Werte immer meckert wo man schon immer versucht das Beste für alle rauszuholen.
00:31:21: aber es muss halt eine Kompromesse geben.
00:31:23: ein Beispiel ist auch immer die Boardsteinkanten.
00:31:26: Ein Rollstuhlfahrer braucht null bei Boardstein also ganz nach unten Aber beim Blinden, also Menschen mit Basebeinrichtungen braucht ein hohen Bordstein.
00:31:39: So und dann haben wir als Kompromiss dass wir sagen okay drei Zentimeter Bordsteinen das spürt der Blinde noch mit seinen Seestock Und der Räuchtefahrer kommt aber über die Kante.
00:31:53: und so ist eben dieser Kompromisse den man eben eingeben muss weil unser öffentliches Leben muss ja jeder klar kommen und jeder muss auch ein paar Kompromisse eingehen.
00:32:06: Ja, das sind so was die Haltestellen angeht.
00:32:11: Und ansonsten bin ich in ganzen Konzepten in der Stadt mit beteiligt also Radwegekonzept, Tourismuskonzept Also alle möglichen Konzepte weil immer Inklusion und Barrierefreiheit mitgedacht werden.
00:32:26: Ich muss mal auf die Gebäude zurückkommen, weil mir das manchmal auffällt.
00:32:29: Es gibt ja auch bei uns in einem Gebäuden im Katzensprung einen Rollstuhl für die Rollstufache ein Lift aber den kann ich gar nicht selbst bedienen als Rollstufe, sondern muss immer jemand kommen mit dem Schlüssel.
00:32:41: Das kann ja nicht Inklusion sein oder?
00:32:44: Also wir versuchen... Wir haben ja das kommunale Gebäudemanagement was unsere Verwaltungsgebäude an uns vermietet die dafür auch zuständig sind.
00:32:55: Und als Schwörbehindertenvertretung haben wir uns das so ein bisschen auf die Fahne geschrieben, wir gehen jedes Jahr in einen Verwaltungsgebäude mit der Landesfachstelle für Barrierefreiheit um prüfen zu lassen wo sind da die Mängel?
00:33:07: Diesen Bericht schicke ich dann immer offiziell dem Objektleiter von diesem Gebäude zu in der Hoffnung dass minimale Dinge die mit wenig Geld gut gemacht werden könnten umgesetzt werden.
00:33:23: Wir können da auch ein Positiv, ich weiß nicht wie ich es ausdrücken soll.
00:33:28: Also dass der Objektleiter des Bauamtes hat.
00:33:33: auf alle Fälle.
00:33:34: früher hatten wir den Briefkasten oben an der Treppe.
00:33:38: wenn da jemand jetzt die Post fürs Bauamt einstecken will Wie soll der jetzt da die Post die Treppe hoch?
00:33:44: Jetzt wurde der Briefkast nach unten gesetzt.
00:33:46: Hinten hat das Bauamt eine Rampe Die Neigung so hoch ist, dass ein Rollstuhlfahrer nur mit dem Geländer sich mit dran hochziehen kann.
00:33:55: Das Gelände haben sie jetzt auch installiert.
00:33:57: also das KGM ist in Bezug auf die Haushaltsmittel schon auch engagiert.
00:34:02: muss man mal sagen was wir jetzt erst einmal umsetzen können.
00:34:07: Dieses Jahr ist das Gesundheitsamt dran.
00:34:09: im Sozialamtbau war auch da hat es weniger Früchte getragen aus welchen Gründen auch immer.
00:34:16: Da ist immer mein negativ Beispiel.
00:34:17: Frau Pasewald kennt das.
00:34:20: Das Behinderten-WC ist unten und hat oben an der Tür so ein Kärtchen besetzt oder nicht besetzt.
00:34:31: Nun stellen Sie sich vor, sie sind als Rollstuhlfahrer vor der Toilette und sollen dann oben umdrehen ob besetztes oder nichtbesetztes weil man es von innen nicht richtig schließen kann.
00:34:41: also es sind so Kleinigkeiten wo man sich fragt warum kann man das nicht einfach ganz leicht ändern
00:34:50: ganz leicht ändern.
00:34:52: Und ich habe es auch gerade schon richtig gesagt, die Frage ist oft auch eine Frage des Geldes.
00:34:57: Die Wünsche sind da, die Ideen sind da und auch die Feststellung dessen was geändert werden muss gibt's oft schon an vielen Stellen.
00:35:05: Die Frage ist aber wie können diese auch das Wort Kompromisse gefallen?
00:35:10: Wie können diese Anforderungen also Denkmalschutz, Budget, Barrierefreiheit... verbunden werden und an welchen Stellen kollidieren die oft.
00:35:19: Also wo sind da die großen Hemmnisse?
00:35:22: In meiner Arbeit habe ich das große Glück, dass der Arbeitgeber unsere inklusionsbeauftragten ein eigenes Budget aus Fördermitteln installiert hat, sage ich mal.
00:35:33: Und somit können wir aus diesem Fördermittelkonto natürlich alle Arbeitsplätze eine Ausstattung also aus dem Rollenschöpfen möchte ich mal so sagen So dass wirklich jeder Teil haben kann bei uns im Arbeitsleben und das wir da nicht so die finanziellen Engpässe haben.
00:35:54: Das nächste ist natürlich, dass meine Arbeit auch daraus besteht aus Öffentlichkeitsarbeit wie wir schon gesehen haben an Schulen zu gehen, Gesundheitstag zu stehen und und um eben auch Menschen darauf aufmerksam zu machen kommt Bewerbt euch Wir sind ein guter Arbeitgeber ist natürlich schwierig.
00:36:15: Für eine Öffentlichkeitsarbeit braucht man gewisse Dinge, die jetzt vielleicht eingekürzt werden.
00:36:20: Dann machen wir jedes Jahr eine Mitarbeiterversammlung für Schwerbehinderte das ergibt sich aus dem Gesetz, die von Jahr zu Jahr auch immer besser besucht ist muss man sagen.
00:36:29: in diesem Jahr waren wir im Rathaus haben wir auch evaluiert dass das Rathaus so viel Barrieren aufgezeigt hat, dass das nicht der aus erwählte Veranstaltungsort bleiben kann.
00:36:41: um im Kosten zu sparen.
00:36:43: Ich hätte das auch nicht so gedacht, fand ich im Nachgang ein bisschen schade weil das unsere Veranstaltung abgewertet hat aufgrund der Kosten.
00:36:52: Die Akustik haben an ihren Hörbeinrichtungen überhaupt nicht klargekommen.
00:36:58: Jemand, der wirklich körperlich beeinträchtigt war, da waren die Wege zur Toilette soweit.
00:37:04: Das tat mir dann schon leid.
00:37:07: aber da fängt es mit den Haushaltsmitteln an zu gucken Dann habe ich natürlich beeinträchtigte Menschen, da muss man das über einen ganzen Tag machen.
00:37:15: Weil wir brauchen Pausen und dann gibt es natürlich auch Einschränkungen.
00:37:19: wo man gucken muss sind die ausreichend ja mit Trinken versorgt oder auch mal ein klein Imbiss zwischendurch Das sind natürlich alles Dinge die sicherlich in so einer Haushaltslage schwierig sind mit zu investieren.
00:37:37: Ja mir geht's eh nicht.
00:37:38: Ich hab mein kleines Budget um im Öffentlichkeitsarbeit zu machen.
00:37:43: Dazu gehören auch Aktionstage, wie heute ist zum Beispiel Protesttag für Menschen mit Behinderung der fünfte Fünfte oder der dritte Zwölftes International Tag für Menschen Mitbehinderung.
00:37:57: und da plan ich eben auch so Aktionstage um auf das Thema aufmerksam zu machen.
00:38:03: Und das war halt immer jetzt die Jahre immer schwieriger weil eben SPG immer kleiner wird oder eben, wenn Haushaltsbäre komplett weg ist.
00:38:14: Und dann kann man halt gar nichts mehr für die Öffentlichkeit gestalten.
00:38:20: und was mich betrifft, es ist auch schwierig.
00:38:23: Ich bin so ein Alleinkämpfer ich habe kein Team hinter mir und mein Aufgabenfeld ist so breit dass man gucken muss wo der Flächen brandet?
00:38:35: Was macht ihr jetzt als nächstes Und hast leider nicht so die Zeit, um gute Öffentlichkeitsarbeit zu machen.
00:38:43: Also ja aber das betrifft eben auch dem finanziellen Haushalt.
00:38:48: eine weitere Hilfe als Stelle wäre sehr hilfreich wenn man nicht allein kämpfe ist.
00:38:56: Jetzt haben wir das ein bisschen vielleicht von der negativen Seite betrachtet.
00:39:01: Aber wo funktioniert Inklusion in Magdeburg Ihrer Meinung nach besonders gut?
00:39:08: Gibt es dort Beispiele, wo sie sagen ja wohl da machen wir's gut?
00:39:12: Also ich kann nur von Arbeitgeberseite sprechen.
00:39:15: Wir wurden auch ausgezeichnet vom Land als inklusiver Arbeitgebers.
00:39:22: Wir schaffen das schon sehr gut wenn sich dann Menschen mit Beeinträchtigung für eine Ausbildung bewerben.
00:39:28: Das war mit allen Nachteilsausgleichen die bis zum Ausbildungsabschluss kriegen einen guten Einsatzort.
00:39:34: Die Menschen mit Beeinträchtigung werden in der Arbeitsorganisation so gut angepasst, dass sie wirklich teilhaben können.
00:39:40: Also das ist wirklich alles positiv und aus meiner Sicht kann ich auch nur sagen... Ich bin ja auch weisungsunabhängig und auch so Alleinkämpfer.
00:39:48: Ich habe zwar noch Stellvertreter aber eigentlich, dass unsere Verwaltungsspitze da schon wirklich auch ein Augenmerk hat, dass das auch wirklich alles funktioniert und wir als Arbeitgeber auch wirklich inklusiv sind und uns da aber auch noch verbessern können.
00:40:09: Ja, Verbesserungspotenzial gibt es immer.
00:40:12: Inklusion ist nur noch ein langer Weg und wird auch nie enden weil sich immer weiterentwickelt.
00:40:20: Inkusion beginnt in den Köpfen und muss auch wachsen.
00:40:24: deswegen muss man schon bei dem kleinsten Inklusion leben und deswegen hatte ich gemeinsam mit der Kinderbeauftragten den örtlichen Teil beim Management und den Beteiligungskoordinatoren, die Projektgruppe Gemeinsam spielen in Magdeburg gegründet.
00:40:48: Wo wir inklusive Spielplätze im Magdeborg bauen also angefangen haben und vor drei Jahren haben wir dann also im Prinzip der Stadtgartenbetrieb baut ja die schönen Spielplätzen hier Und sie waren aber, das Thema Inklusion war immer noch nicht so in den Vordergrund gerückt bei den Spielplätzen.
00:41:12: Da haben wir eben im Jahr- und Zwanzig angefangen zu sagen beziehungsweise... Das war ein persönliches Thema für mich weil ich habe einen Sohn der wird sechs Jahre alt Und als der klein war, ich bin nie mit auf den Spielplätzen gekommen.
00:41:29: Weil als Räuchtefahrer musste er immer daneben stehen.
00:41:32: und dann habe ich mich gefragt wo sind denn eigentlich die Kinder mit Beeinträchtigung?
00:41:36: Warum sieht man keine Kinder mit beeinträchtingen auf dem Spielplatz?
00:41:40: Ja und dann hab' ich mich mit der Kinderbeauftragung zusammengesetzt weil ja schon länger hier in der Sparwaltung war.
00:41:47: Ich finde dazu überhaupt nichts.
00:41:49: Wieso gibt es denn keine Inklusion bei den Spielplätzen?
00:41:53: So, und so ist das eigentlich entstanden!
00:41:55: Dann haben wir uns mit dem Stadtgarten zusammengesetzt und Kooperation gemacht und wie gesagt von drei Jahren wurde der erste inklusive Spielplatz aufgebaut oder eröffnet.
00:42:07: und das Ziel unserer G ist dass mindestens ein Spielgerät von jedem Kind bespielbar ist auf dem Spielplatz.
00:42:14: also es muss nicht komplett inklusiv sein weil ja halt jeder auch eine andere Beeinträchtigung hat.
00:42:20: oder auch die Oma mit dem Rollator möchte ja auch mal Enkekind begleiten, oder die Mutter im Rollstuhl oder so.
00:42:27: Oder einfach nur mit einem Kinderwagen betrifft auch jeden.
00:42:33: und jetzt ist es halt so dass ich eben durch diesen Prozess beim Stadtgartenbetrieb wenn ein neuer Spielplatz gebaut wird geplant wird eben ich mit in den Vorauswahlen dabei bin zu entscheiden, welcher Projektgeber der sich seinen Spielplatz davor stellt.
00:42:53: Zum Thema Inklusion darf ich mit beitragen und werden wir beteiligt?
00:42:58: Ja genau!
00:42:59: Ich glaube es ist immer ganz wichtig Leute
00:43:01: auch
00:43:02: mitreden zu lassen die da betroffen sind weil sie's einfach aus einem ganz anderen Blickwinkel sehen.
00:43:08: kann mich auch nochmal an unseren Praktikanten erinnern.
00:43:12: Wenn ich mich recht erinnere, hatten wir ihm ja so ein Thema gegeben.
00:43:15: Wie ist das mit dem Falschparken auf behinderten Parkplätzen?
00:43:19: Kann man das irgendwie besser... ...zwecken?
00:43:23: Kannst du dich noch daran erinnern was bei ihm für eine Aufgabe gegeben haben?
00:43:25: Ich glaube es ging darum dass wir Sensoren... Wir haben ja so Sensorenprojekte in Magdeburg wo auf den Parkplatz einen Sensor ist der erkennt ob der besetzt ist oder nicht.
00:43:36: Dann weiß man zum Beispiel für Tourismus Ah, der Camping Karawarenplatz ist besetzt und da brauche ich jetzt nicht hinfahren.
00:43:43: Und die Idee war wie schafft man es zu erkennen dass dort wirklich jemand drauf steht der auch einen entsprechenden Ausweis vorzuweisen hat?
00:43:51: also kann man zum Beispiel mit einer Schipptechnologie im Kennzeichen etwas einbauen was mit dem Sensor kommuniziert.
00:43:59: und wenn ich eben ein Fahrzeug habe was das nicht hat Dann gibt es eben das Signal, da steht jemand drauf aber der hat eben keinen Sensor.
00:44:06: Der sagt ich habe einen entsprechenden Ausweis und dass dann die Politisten viel schneller sein können und sagen können okay Und jetzt was du auch bestraft dafür weil ich meine das ist ja eine Unart des Menschen Auch auf Supermärkten.
00:44:20: Erger mich tierisch sich danach hinstellen ich mir mal frage was hast Du denn?
00:44:23: Was hast du denn jetzt für Eine beeinträchtigung?
00:44:26: sieht gar nichts aus.
00:44:27: jetzt muss man sagen sieht man nicht immer.
00:44:29: Aber trotz dessen ... haben die meistens auch nicht mal ein Ausweis drunter zu liegen.
00:44:33: Das finde ich schon sehr, sehr
00:44:34: frech.".
00:44:35: Also wenn das umgesetzt wird, dann würde ich mich darüber freuen?
00:44:40: So schwer ist das glaube ich nicht!
00:44:41: Man muss nur wieder Geldgeber geben, ne?
00:44:42: Das ist das Problem also... Ich glaube vielleicht ist es auch ein Projekt was wir mal beim MED anfragen sollten,... weil wir ja schon bisschen Erfahrung mit der Thematik haben.
00:44:52: aber das muss halt auch damit beginnen dass der Ausweis nicht nur in Papierform ins Auto gelegt wird.
00:44:58: Weil das nutzt mir nicht.
00:44:59: Das ist ja nur eine visuelle Komponente.
00:45:01: Ich muss irgendeine technische Funktion schaffen, dass etwas miteinander kommuniziert.
00:45:05: Aber ich sage mal in der heutigen Zeit muss das möglich sein.
00:45:08: Genau, aber da zeigst du ja... Also allein an dem Beispiel merkt man ja schon es ist eine Idee, es klingt erstmal super easy und dann merkt Man wenn man über die Themen nachdenkt erst einmal okay wie komplex ist das denn eigentlich?
00:45:18: Wen muss sich alles beteiligen?
00:45:20: An welchen vielleicht auch digitalen Hürden scheitere ich also wo ist der Prozess nicht barrierefrei?
00:45:27: Wo ... habe ich eine Papierakte, wo hab' ich ein Papierausweis und bräuchte es aber eigentlich digital.
00:45:32: Dann kommt Datenschutz, daten sich
00:45:33: jetzt.".
00:45:34: Also wir merken... Es sind viele gute Ansätze dabei und was ich jetzt auf jeden Fall auch rausgehört habe... Und was ich sehr positiv finde ist der Ansatz der kleinen Schritte also Quick Win sozusagen dass ich immer schaue oder das Sie immer schauen.
00:45:47: Wo können wir kleine Erfolge erzielen mit denen wir noch außen gehen können?
00:45:50: Mit den wir den Leuten draußen sein könnten?
00:45:53: Wir machen das für euch!
00:45:54: Wir sind für euch da.
00:45:55: Wenn ihr uns Input gibt dann setzen wir das auch um Und ich finde, das ist auf jeden Fall ein sehr gutes Zeichen.
00:46:03: Und was auch ein sehr gutes Zeichen sind immer witzige kleine Anekthoten.
00:46:08: Vielleicht fällt dem ein oder anderen hier im Raum noch eine lustige Geschichte aus dem Amt ein?
00:46:14: Oder aus dem Arbeitsalltag?
00:46:16: Oder eine positive Geschichte wo sie sagen okay ... Das ist etwas, was ich gerne nach draußen mal sagen würde.
00:46:22: so kann es auch laufen.
00:46:24: Also was Lustiges!
00:46:25: Ich
00:46:26: überlege gerade so viel Lustiges, haben wir nicht.
00:46:33: Also lustig kann ich jetzt auch nicht erzählen.
00:46:35: aber ich bin jetzt wieder bei meinen Bauprojekten.
00:46:39: da muss sich wirklich mal die Mitarbeiter aus dem Bauamt wirklich loben und zwar als die Sturmbrücke gebaut wurde kam mein Mitarbeiter auf mich zu Und zwar ging es da um das Blindenleitzsystem auf der Brücke.
00:46:55: Auf der Brücke konnten ja keine G-Platten verlegt werden, da ist ja Eisen.
00:47:00: Ja wie macht man da ein Blindenlexystem drauf?
00:47:03: Die Mitarbeiter hatten die innovative Idee dass sie sagen Sie nehmen die Farbmarkierung auf Straßen, weil die sind ja so gerippelt und daraus basteln wir Blindenleitsysteme und haben mich dann gefragt, ob wir das so machen können.
00:47:21: Weil Laudin darf man das ja nicht!
00:47:24: Und dann war ich ja selber nicht erblindet bin.
00:47:27: Da habe ich mich mit dem Blindenverband in Verbindung gesetzt und da habe ich auch immer einen netten Kollegen, den ich anrufen kann und sage Wir haben jetzt wieder ein Projekt, da müssen wir mal testen, ob das auch in der Praxis funktioniert.
00:47:41: Und dann haben wir uns an der Baustelle der Stromböcke getroffen und dann hatten sie da Platten vorbereitet, wo sie die Blindenleitsysteme aufgemalt haben mit dieser bestimmten Farbe.
00:47:55: Die so rippelig war.
00:47:57: und dann bin ich damit im Räuchte drüber und der Kollege mit seinem Blindestock hat das dann noch alles ertastet auch mit der Hände ob das denn alles funktioniert.
00:48:07: Und dann haben wir uns vierzehn Tage später getroffen, haben so eine größere Fläche als Testprojekt gemacht und dann haben sie gesagt okay das können wir so umsetzen.
00:48:18: Jetzt wenn ich über die Strombrücke fahre also mich bin eher Autofahrer in Sicht ist immer ein Ding mir so ja wenn Menschen engagiert sind dann kann man auch Lösungen finden die vielleicht nicht gesetzlich festgeschrieben sind aber die im Alltag funktionieren.
00:48:34: Mir ist jetzt doch noch was Lustiges eingefallen, aber eigentlich eher selbstkritisch.
00:48:38: Als ich meine Funktion als Vertrauensperson aufgenommen habe gibt ja das Gesetz her, dass man eine Mitarbeiterversammlung für Schwerbehinderte und gleichgestellte Mitarbeitende ausrichtet.
00:48:48: Und das war mir ein großes Anliegen zur Öffentlichkeitsarbeit auch mal die Mitarbeitenden zu sehen, die vielleicht nicht persönlich bei mir vorsprechen und einfach auch bekannter zu werden und Themen anzuschneiden, einfach zu sensibilisieren.
00:49:02: Da habe ich ganz schnell gemerkt, dass ich von Inklusion null Ahnung habe.
00:49:08: Weil ich habe diese Mitarbeiterversammlung damals noch im Amur, weil Corona-Zeiten muss man noch mehr Abstand halten gemacht.
00:49:18: nach meiner Einschätzung vier Stunden ausreichend fünf Themen reinigenallt, Pausen nicht bedacht und da erinnere ich mich immer gerne zurück, weil das war für mich so eine Lehre im Nacht, also das würde mir heute nicht mehr passieren.
00:49:36: Aber am Nachgang habe ich gedacht du bist so unbedarft da reingegangen ist doch logisch dass in Menschen mit Beeinträchtigungen manche haben ne psychische beeinträchstigung von der Konzentrationsspanne und es war so überlagert.
00:49:49: dieses Programm haben wir natürlich in den Folgejahren.
00:49:52: deswegen haben wir jetzt auch einen ganzen Tag immer dran gearbeitet.
00:49:55: aber da kann man mal sehen Das dieses Thema muss man wirklich lernen, so wie Sie damals vorhin auch gesagt haben.
00:50:03: Man muss es einfach lernen und wenn ich jetzt darauf zurückschraue kann ich drüber lachen.
00:50:08: in dem Moment fand das nicht so lustig weil ich mich über mich selbst geärgert habe dass sich im Vorfeld so wenig Reflexion hatte zu diesem Thema.
00:50:19: Perfekt!
00:50:20: Das ist glaube ich ein schöner Abschluss für das Thema dass man quasi sich selbst auch das nicht übel nimmt.
00:50:28: Vielleicht geht es dem ein oder anderen auch so.
00:50:30: Wenn man dann selber mitbekommt, okay in dem Moment habe ich vielleicht gar nicht an Inklusion gedacht... ...oder dass man in Alltagssituationen erst im Nachhinein reflektiert, ok, hätte ich da selber mal was ändern können?
00:50:40: Vielleicht hätte ich mal helfen können?
00:50:42: Oder eine Hürde die man selber mitbekommen oder sieht und dann sagt, ah ok warum ist die Hürda überhaupt?
00:50:49: Und ich glaube wenn dieses Denken beginnt, dann ist das ja schon der erste Schritt Richtung Inklusion.
00:50:55: Erster Schritt Richtung Ende der Folge würden wir jetzt machen mit dem Rezept der Woche.
00:51:01: Also, wir fragen jede Woche noch unsere Gäste ob sie Sportan einen Rezept haben dass Sie den Hörerinnen und Hörern mitgeben wollen vielleicht entweder das Lieblingsessen oder ein Rezept was sehr gut funktioniert?
00:51:14: Genau, gerne!
00:51:19: Ich bin ja noch... ich esse sehr gerne Senf-Eier Cool.
00:51:27: Meine Kinder, die haben mich nach meinem Rezept gefragt, weil sie das immer besonders lecker fanden und da musste ich mich outen, dass ich das so ganz total einfach mache, weil ich einfach nur eine Gemüsebrühe nehme für die Soße, Senf, Schmand und dann die Sauerabschmecke und die Eier rein haue.
00:51:48: auf Deutsch gesagt.
00:51:50: Und dann haben die gesagt, um Gottes Willen so einfach ist es!
00:51:54: Und ich musste es aufdecken, wo ich jahrelang so viel angehimmelt wurde.
00:51:58: Dass das ja so schwierig aussah und dass ist mein ganz einfacheres Rezept für junge Menschen.
00:52:06: Also Eierlackkabel gibst du nachher in den Show-Notes?
00:52:10: Ist auch lecker!
00:52:11: Sensational!
00:52:13: Muss ich wohl zu Hause auch mal wieder machen...
00:52:16: Ich bin da auch ganz klar, dass ich liebe Nudeln mit Tomatensauce.
00:52:21: Das ist auch immer sehr praktisch bei Kindern, die lieben das auch.
00:52:25: Deswegen gibt es bei uns sehr oft Nudeln mit Tomatensoße und jeder hat ja sein eigenes Rezept an Nudel mit Tomatensauce.
00:52:33: Bei uns kommt sehr viel Knoblauch ran schon von Beginn an.
00:52:37: Da habe ich gesagt dass Kind muss lernen dass Knobloch ist.
00:52:41: Von daher viel Knublauch wenig Zucker und natürliche, also wenn wir jetzt im Sommer genug Tomaten haben machen wir auch aus den Tomaten die Tomatensauce.
00:52:53: Aber es geht leider nur, wenn man genug Tomate aus dem Garten hat.
00:52:56: Das ist ja fast eine Religion ne?
00:52:57: Also Kinder- und Tomatensause würde ich sagen, achtzig Prozent mit Ketchup ist für mich ganz schlimm.
00:53:04: Geht nicht!
00:53:05: Ist für mich keine Tomatensausage aber viele machen das so.
00:53:08: Und wenn dann bei uns zum Beispiel wo es das nicht gibt, Kinder kommen die das so kennen Denn gucken wir erst mal, weil jetzt ohne Ketchup?
00:53:17: Ja.
00:53:17: Ohne Ketchup.
00:53:19: Genau!
00:53:20: Ohne ketchup.
00:53:23: Sehr schön.
00:53:23: Dann bleibt uns eigentlich nur noch einmal Dankeschön zu sagen.
00:53:27: Also nicht nur heute dass sie sich beide die Zeit genommen haben überhaupt bei uns zu partizipieren sondern tatsächlich generell für ihre Arbeit also das Sie mit so viel Einsatz und Herzblut für die Mitarbeiterinnen, für die Bürger, für alle in der Stadt arbeiten.
00:53:43: Und genau, ich glaube das wird auch viel zu selten honoriert.
00:53:46: Deswegen von mir auf jeden Fall nochmal ein riesiges Dankeschön und sie dürfen gerne noch mal mit ein paar letzten Worten vielleicht noch einmal mit dem Ausblick oder Wunsch dann die Folge verlassen.
00:53:58: Also mein Wunsch ist... Ich habe ja schon gesagt, ich hab einen Wahlamt in diesem Jahr sind die wahlen werde mich auch wieder aufstellen lassen dass sich natürlich wieder gewählt werden kann um alle meine Vorhaben, Projekte weiter begleiten und auch abzuschließen.
00:54:14: Besonders liegt mir natürlich am Herzen rauszufinden warum sich so wenig Menschen mit Beeinträchtigung bewerben.
00:54:20: Auch für die Ausbildung und mein Inklusionstag vielleicht irgendwann mal gestalten zu können.
00:54:29: Ja bei meiner Arbeit ich hoffe dass die Inklusion weiter voranschreitet im Magdeburg das es selbstverständlicher wird auch mich zu beteiligen, dass man nicht vergessen wird.
00:54:41: Dass das Thema nicht vergessen und dass es noch mehr an Wichtigkeit gewinnt in schwierigen Haushaltsjahren.
00:54:51: Dann nochmal vielen Dank!
00:54:53: Ich glaube...
00:54:54: Eins hatte ich noch vergessen was für meine Arbeit das wichtigste ist natürlich die schwerbeinnatung gleichgestellten Mitarbeitenden, dass sich für die immer ein offenes Ohr habe, damit sie mit jedem Belangen kommen können zu mir Und dass ich hier dann auch noch mal an dem Podcast sagen darf, da einfach danke.
00:55:11: Weil die Wertschätzung wirklich über die Leute
00:55:14: zurückkommt.".
00:55:16: Ich glaube das menschliche ist ein wichtiger Faktor.
00:55:19: Wie gesagt Danke!
00:55:20: Wir hoffen, dass diese Podcastfolge für Sie eine Möglichkeit der Öffentlichkeitsarbeit war oder ist und dass viele Menschen das hören und sich mit der Thematik etwas mehr beschäftigen weil es lohnt sich aus meiner Sicht sich damit zu beschäftigen, auch wenn es eigentlich für viele von uns nichts mit dem Alltag zu tun hat.
00:55:38: Aber es sollte etwas mit dem alltag zutun haben.
00:55:40: wir haben das vorhin sehr schön besprochen dass jeder irgendwann... ...auch in der Zukunft mit einer Beeinträchtigung unter Umständen zu kämpfen hat und insofern ist es ein wichtiges Thema und vielen Dank dass sie sich die Zeit genommen haben dieses Thema hier um unseren Podcast näherzubringen.
00:55:57: Danke schön!
00:56:10: Ein herzlicher Dank gilt unserem Redaktionsteam mit Anna, Max und Marina – dem PR-Team mit Aileen und Selin sowie Lara für die Foto- und Videoaufnahmen.
00:56:20: Mit ihrem Einsatz ihrer Kreativität und ihre Unterstützung haben sie maßgeblich zum gelingen des Projektes beigetragen.
00:56:26: Ebenso danken wir den Ministerium für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt für die Förderung dieses Projektes!
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